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Missionsreise nach Tansania
Am 17. März 2009 trafen wir uns, sechs Brüder aus der Gemeinde Speyer, um 4:00 Uhr morgens in der Mission, um von dort aus gemeinsam zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Noch ziemlich schläfrig checkten wir dort ein und flogen mit einem Umstieg in Amsterdam weiter nach Tasania und landeten schließlich nach einem 9-stündigen Flug am Kilimandscharo International Airport. Dort angekommen wurden wir herzlich von unserem Bruder Erhard Winkels in Empfang genommen. Da die Sonne dort bereits seit 18:00 Uhr nach ihrer Zeit untergegangen war, empfing und die Dunkelheit und eine schwüle Abendhitze. Nachdem wir unser Gepäck auf den Geländewagen verstaut hatten, fuhren wir in die 60 km entfernte Stadt Arusha, wo wir die erste Nacht in einem Motel verbrachten.
Am frühen Morgen kauften wir einige Säcke Lebensmittel wie z. B. Reis, Öl, Zucker und dergleichen für die Missionsstation und die anstehende Taufe. Im Anschluss begaben wir uns auf eine 6-stündige, aufregende und durchrüttelnde Fahrt durch die Massai-Steppe nach Namalulu. Unterwegs bot sich uns ein gewaltiger Anblick der afrikanischen Steppe, welcher aber getrübt wurde durch die seit neun Monaten anhaltende Dürre. Wir fuhren vorbei an ausgetrockneten Flussbetten, verdorrten Pflanzen, typischen Massai-Hütten und durch einen Fluss, welcher bei der Rückfahrt aufgrund des Wassermangels versiegt war.
Als wir dann endlich an der Missionsstation in Namalulu ankamen, wurden wir mit einem Essen nach europäischer Art willkommen geheißen. Die herzliche Art unserer afrikanischen Glaubensgeschwister verhalf uns schnell dazu uns dort wohl zu fühlen und gemeinsam Gottes Nähe zu verspüren. Das Gelände, worauf sich die Missionsstation befindet, umfasst 20ha Land, welches Bruder Erhard von den Massai geschenkt bekam. Darauf befinden sich ein Krankenhaus, ein Haus für die Witwen, mehrere Häuser für die Unterkunft der Mitarbeiter und die Missionsstation selber.
Zu Beginn eines jeden Arbeitstages hielten wir von 7:30 – 8:00 Uhr einen Gebetsgottesdienst ab, welcher aus einer Predigt, mehreren afrikanischen, deutschen und russischen Liedern und einem Gebet bestand. Es waren jedesmal gesegnete Augenblicke und wir durften Gottes Nähe ganz deutlich verspüren. Die ersten drei Tage halfen wir Bruder Erhard sämtliche Vorbereitungen für die Bohrung eines Brunnens zu treffen. Aufgrund Gottes Hilfe und Weisung hat Bruder Erhard bereits erfolgreich zwei Brunnen angelegt, die die tägliche Wasserversorgung der Dorfbewohner und der umliegenden Dörfer und Städte sicherstellt. Da es aber seit neun Monaten so gut wie gar nicht geregnet hat, möchte er mit einem dritten Brunnen den Wassermangel ausgleichen.
Zurzeit geht durch Tansania eine große geistliche Erweckungswelle und Gott ruft den Stamm der Massai zur Buße, deshalb ist der Bau einer Kirche in Namululu dringend notwendig. Wir wirkten beim Bau der Kirche mit, indem wir LKWs mit Zementsteinen be- und am Bestimmungsort, entluden. Mithilfe von Rohstoffen aus Deutschland sind die Bauarbeiter in der Lage, die Bausteine selbst herzustellen.
Zwischendurch besuchten wir die Gottesdienste der christlichen Massai, welche in der Regel 3-5 Stunden dauerten und konnten dort selbst miterleben, wie Gott Menschen aus dem Schlamm der Sünde befreit und ihnen ein neues Leben mit Jesus schenkt. Selbst das Arbeiten auf dem Missionsgeländer war von Geistlichkeit geprägt. Während der eine Teil arbeitete, brachten uns die Massai das Lesen ihrer Sprache bei, indem sie uns mehrere Schriftstellen vorlesen ließen. Umgekehrt lasen wir dann gemeinsam in einer deutschen Bibel und sangen und im Anschluss geistliche Lieder in der jeweiligen Sprache vor.
Am Sonntag feierten wir im 10:00 Uhr einen Gottesdienst und anschließend das Tauf-Fest, an welchem 80 Menschen den Bund mit Gott schlossen. Es war ein großes Freudenfest, welches mit einem gemeinsamen Mahl gefeiert wurde. Zur Feier des Tages wurde ein Bulle geschlachtet.
Von Montag bis Mittwoch waren wir dann im Busch unterwegs. Zuerst fuhren wir nach Marakao und hielten dort einen Evangelisationsgottesdienst ab, der vom Nachmittag bis in den frühen Abend dauerte. Anschließend führen wir zum Übernachten in ein Haus, welches uns zum Schlafen zur Verfügung gestellt wurde. Am nächsten Tag fuhren wir nach einem gemeinsamen Gottesdienst nach Terrat. Unterwegs kamen wir an einem riesigen See vorbei, welcher aber schon fast ganz ausgetrocknet war. Dieser Umstand zwang die Massai in Gebiete weiterzuziehen, in denen noch ausreichen Wasser vorhanden ist. Am Abend fand ein weiterer zwei-stündiger Gottesdienst statt. In der Gemeinde war am Abend verkündet worden, dass der morgige Gottesdienst um 10:00 Uhr stattfinden sollte. Am nächsten Tag saßen wir aber um 10:00 Uhr erst am Frühstückstisch. Um etwa 10:30 Uhr fanden wir und in der Kirche ein. Der Gottesdienst selber begann erst um 12:00 Uhr. Dieser Umstand war aus dem Grund entstanden, weil viele Massai ihre Tiere etc. versorgen mussten und dann erst kommen konnten. Dazu kam, dass viele einen langen Fußweg hinter sich zu legen hatten. Diese Zusammenkunft ging dann aber auch bis um ca. 6 Uhr abends. Am Abend fuhren wir zurück zur Missionsstation und hatten auf der Veranda über dem Haus eine sehr schöne und gesegnete Zeit, packten anschließend unsere Sachen und gingen so spät zu Bett.
Am nächsten Tag standen wir früh auf, frühstückten und machten uns auf dem Weg nach Arusha. Dort aßen wir und gingen dann in die Stadt, um Souvenirs und ähnliches einzukaufen. Am späten Nachmittag begaben wir uns dann, alle um einige Euro leichter, auf den Weg an den Kilimandscharo International Airport, wo das Flugzeug auf uns wartete und uns wohlbehalten nach Deutschland brachte.
Insgesamt können wir sagen, dass wir dort eine sehr gesegnete Zeit hatten. Wir sahen dort viel Armut und Not und erlebten dort aber auch die gewaltige Kraft Gottes, welche dort viele Wunder und Segnungen bewirkt. Unterstrichen wurde dieser Missionseinsatz natürlich auch von der wunderbaren afrikanischen Landschaft, der Hitze von 40-50 Grad Celsius und der afrikanischen Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

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