Belarus
Einwohner 9.849.100 (1. Januar 2004) | mon. Einkommen 100-150� | Weitere Infos auf de.wikipedia.org |
 Internat für behinderte Kinder
Im Internat leben 150 Betroffene im Alter von 4 bis 30 Jahren. Das sind Kinder, die von den Eltern ins Heim abgegeben wurden, sogenannte Sozial-Waisen aus zerbrochenen Familien und 55 Waisen. 50 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren werden nach einem speziell aufgestellten Programm unterrichtet. 30 Betroffene im Alter von 18 bis 30 Jahren sind mit Beschäftigungstherapie wie z. B. Arbeit in der Küche, Hauswirtschaft, Nähen, und Landwirtschaft beschäftigt. 70 Kinder sind sehr schwer behindert.
Im Internat sind 120 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 9 Betreuer, 58 Pfleger, ein Arzt und eine Arzthelferin. Mit bettlägerigen Behinderten sind 5 Krankenschwestern beschäftigt, die nach Anweisungen des Arztes die Kinder behandeln. Leider gibt es im gesamten Internat keinen ausgebildeten Lehrer, der sich mit den behinderten Kindern beschäftigen konnte.
Die Lebensbedingungen der Betroffenen entsprechen nicht den keinen Vorschriften der Union der unabhängigen Staaten. Viele Kinder haben kaum, oder gar keine Möglichkeit in der frischen Luft zu sein. Sie können von dem Recht auf eine Schulbildung, Berufsbildung, Arbeit oder einfach privates Leben keinen Gebrauch machen. Fast keiner von ihnen verfügt über private Sachen. Im Internat herrscht depressive Stimmung (die Fenster sind mit Gitter versehen). Es gibt Beispiele von unfreundlichem Umgang mit den Pflegern.
Besonders bedrückend ist das Leben der Kinder, welche nicht laufen können oder psychisch zurückgeblieben sind. 10 bis 12 Kinder sitzen auf dem Boden (die Stühle sind auf die Tische aufgestellt) und schaukeln sich zu laut eingestellter Musik. Sie sind schmutzig, haben keinen Spielzeug und keine richtige Pflege. Aus Mangel an Pampers und heißem Wasser ist es in den Räumen sehr stickig.
Ein Besuch von dieser Einrichtung drückt schwer auf die Seele und lässt eine tiefe Spur zurück. Auch wenn "Stephanus" regelmäßig Hilfe in Form von Krankenhauseinrichtung, Bettwäsche, Lebensmitteln, Weihnachtsgeschenken, Vitaminen und Kleidung zuschickt, ist leider das größte Problem dieser behinderten Kinder nicht gelöst. Das ist ein liebevoller Umgang mit Persönlichkeiten, die das Recht auf ein richtiges Leben haben. 
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