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Ein richtiges Heim für Kinder
(om) Viele Kinder konnten sich zu Beginn des Neuen Jahres 2004 über das vorweihnachtliche Engagement der Walldorfer Bürgerinnen und Bürger freuen. Unter dem Motto "Weihnachtspakete für Moldawien" sammelten fünf Kindergärten zusammen mit der Theodor-Heuß-Realschule und der "Kleinen Kirche" in Walldorf annähernd fünfhundert Geschenke und zusätzliche Geldspenden. In den vergangenen Wochen wurden die frisch verpackten Weihnachtsgeschenke von Heinz Blattmann von der Kleiderstube Walldorf und Waldemar Akulenko von der Mission "Stephanus" aus Speyer in das krisengebeutelte Moldawien gebracht. 
Nach anstrengender und strapazißser Fahrt kamen die beiden ehrenamtlichen Helfer im Zielort Rybniza an, wo zahlreiche Kinder die Walldorfer Vertretung sehnsüchtig in Empfang nahmen. Zu Beginn galt es Lebensmittel für die Waisenkinder zu kaufen, die sich bei winterlichen Temperaturen "mehr als nur dankbar zeigten", wie Heinz Blattmann gerührt feststellte. Dabei ist die Gastfreundschaft der in Rybniza lebenden Menschen kaum in Worte zu fassen und mit mitteleuropäischen Standards kaum zu vergleichen. Auch die "tiefe Frömmigkeit und Religiosität" der Menschen ließ die beiden Vertreter aus Speyer und Walldorf nicht unbeeindruckt. Der Gottesdienst am frühen Sonntag morgen gestaltete sich zu einem unvergessenen Höhepunkt: sieben Diakone und ein atemberaubender Chor füllten den über zwei Stunden abgehaltenen Gottesdienst aus, wobei auch die Gäste im Rahmen der Messe begrüßt und aufs herzlichste Willkommen geheißen wurden. Insgesamt nimmt der Glaube in Moldawien einen wichtigeren und größeren Stellenwert ein, als dies in der Bundesrepublik von einem Großteil der Bevölkerung vermutet wird. Auch die Gäste aus Deutschland wurden innerhalb des Gottesdienstes aufgefordert die anwesende Gemeinde zu begrüßen. Dies ließen sich die beiden deutschen Vertreter nicht zweimal sagen und bedankten sich bei den "Brüdern und Schwestern" für die unglaubliche Gastfreundschaft, die sich bereits am Ankunftstag mehr als unbeschreiblich darstellte. 
Sechs Tonnen Mehl für die eigene Bäckerei erwarb der fleißige Besuch mit den gesammelten Spendengeldern, die nicht nur für die Brotzubereitung unerlässlich waren, sondern auch für die tägliche Suppenausgabe, die für viele den letzten Strohhalm eines kräfteraubenden Tages darstellt.
Die Bescherung kurz vor Weihnachten ließ dann nicht lange auf sich warten. Akulenko und Blattmann bescherten während ihres mehrtägigen Besuches nicht nur die Waisen, sondern auch behinderte Kinder und ließen sich als pflichtbewusste Walldorfer Botschafter auch die Gelegenheit nicht nehmen, drei neue Rollstühle an das ortsansässige Altersheim zu überreichen. Gerade die Witwen und Witwer haben sich sehr über die Präsente gefreut, da die "karge Rente mehr als dürftig ausfällt", wie Heinz Blattmann verdeutlichte. Sein Dank gilt an dieser Stelle allen Walldorfer Bürgerinnen und Bürgern und den vielen Kindern und Jugendlichen, die sich mit Sach- und Geldspenden an der Weihnachtspaketaktion beteiligt haben und einmal mehr Hilfsbereitschaft und Humanität groß geschrieben haben. Für Heinz Blattmann und Waldemar Akulenko werden die "Tränen der Dankbarkeit in den Augen der Kinder" noch lange in Erinnerung bleiben. Für die Kinder und Waisen ist es die Hoffnung, die durch das Walldorfer Engagement Auftrieb bekommt und sich im neu zu errichtenden Waisenhaus manifestiert. "eine solide und qualitativ beanspruchbare Arbeit" wird sich in Moldawien zu einem "richtigen Heim für Kinder" entwickeln, wie die beiden Helfer vor Ort feststellen konnten. Der spezielle Dank der beiden "Fernfahrer" ist der Familie Pantschina gewidmet, die sich nicht nur durch eine herzliche und erwärmende Gastfreundschaft auszeichneten, sondern auch durch eine "wunderbare Küche", die in den kalten Wintertagen die Wärme in den Herzen der Menschen mit liebevollem Essen bereicherte.
Kleiderstube Walldorf 
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