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Reise nach Tokmok 
Durch Gottes wunderbare Führung durften wir am 26. Juni die Reise starten, voller Erwartung was wir dort erleben und sehen werden. Unsere Gruppe bestand aus 6 Personen, darunter 2 Kinder (9 und 12 Jahre).
Bei unsrer Ankunft in Bishkek wurden wir von der Heimleiterin begrüßt und fuhren dann mit einem kleinen Bus, der von der Mission Stephanus nach Tokmok spendiert wurde, zum Einsatzort. Im Heim angekommen wurden wir mit einem Programm von den Kindern herzlich begrüßt und aufgenommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen lernten wir uns näher kennen. Plötzlich fiel um 22 Uhr der Strom aus, d.h. kein Licht, kein Wasser! Doch wir mussten feststellen, dass wir uns an solche Lebensumstände gewöhnen müssen. Denn wir fragten einige Kinder ob dies öfter vorkäme, sie bejahten diese Frage. Mit Hilfe einer Taschenlampe las uns Ljoscha (ein Kind vom Heim) aus der Bibel vor und wir beteten. Danach gingen wir zu Bett. Am Sonntag besuchten wir mit den Kindern die Gemeinde in Belawodsk, wo die Kinder auch ein Programm vortrugen. Nach dem Gottesdienst wurden wir zum Borsch, an den Tisch geladen. Danach fuhren wir zurück zum „Prijut“, wie die Kinder das Heim nennen.
Am Montagmorgen, nach dem Frühstück fuhren wir mit einigen Kindern zum Basar, um ihnen notwendige Kleidung und Schuhe zu kaufen. Nach dem Mittagessen ging es dann zum Ferienlager, auf einem Grundstück, nicht sehr weit entfernt vom Kinderheim. An diesem Ferienlager nahmen Straßenkinder teil, Waisenkinder und wiederum diese brachten ihre ungläubigen Freunde mit. Angekommen wurden freudig die Zelte aufgebaut und die neuen „Wohnungen“ bezogen. Danach wurden Gruppen gebildet und ab ging´s in den Wald Buchstaben suchen, aus denen sie dann einen Satz bilden mussten. Nach einer kurzen Pause trafen sich die Kinder wieder in den Gruppen und bereiteten sich für das Lagerfeuer vor. Als alle das Abendessen verschlungen hatten versammelten wir uns am Lagerfeuer. Es wurde gemeinsam gesungen und die Gruppen stellten ihr Programm vor. Nach einem gemeinsamen Gebet suchte jeder seinen Schlafplatz auf. Am nächsten Tag waren wieder Spiele und andere Überraschungen auf dem Programm. Am dritten Tag wurde ihnen das Herz eines Samariters näher gebracht. Wir stellten die Kinder im Laufe des Tages durch gespielte Alltagsprobleme heimlich auf die Probe. Würden sie barmherzig sein und wohlgefällige Opfer bringen? Am abendlichen Lagerfeuer stellten die Leiter den Kindern, das Thema „die Bewohner meines Herzens“ dar und luden die Kinder ein, Jesus als ihren Herzensbewohner aufzunehmen. Viele sagten „Ja“ dazu. Donnerstags ging es mit den ältesten Kindern in die Berge. Die Jüngsten blieben im Lager und wurden dort unterhalten. Während der Wanderung mussten wir oft über Gottes wunderbare Schöpfung staunen. Nach der mühseligen, stundenlangen aber tollen Bergwanderung fuhren wir erschöpft nach Hause. Im Lager wurden wir freudig erwartet und nach dem Abendessen versammelten sich alle wieder am Lagerfeuer. Dort überraschte uns die jüngste Gruppe, die sich „Areschki“ (Nüsse) nannten, mit einem Programm. Nach dem gemeinsamen Gebet fielen wir erschöpft, aber glücklich in unsre Betten. Am letzten Tag dieses Freizeitlagers war das Thema: „Das neue Jerusalem“ auf dem Programm. Im Morgengottesdienst lernten wir; wie man die Zeit richtig auslebt und das man allezeit bereit sein muss, ins neue Jerusalem einzugehen. Abends besuchten wir mit den Kindern den Garten Getsemane. Die Leiter stellten die verschiedenen Reaktionen der Jünger Jesu zur Zeit der Festnahme und Kreuzigung dar. Nach der erholsamen Nacht und dem Frühstück, wurde alles zusammengepackt und nach Hause gefahren.
Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der Gemeinde Tokmok. An den restlichen Tagen beschäftigten wir uns mit den Kindern, besuchten einige Kinder zu Hause und spendeten Lebensmittel und Kleider an arme Kinder und Familien.
Seit einiger Zeit erhalten Obdachlose, ältere Leute im Kinderheim ein warmes Mittagessen, worüber sie sehr dankbar sind. Denn manche leben unter Brücken, in Treppenhäuser, unter Balkonen, in Röhren oder an anderen einigermaßen windgeschützten Stellen. Einige Obdachlose sind sogar so arm, dass sie als ihren Kopfkissen einen Stein benutzen. Nach dem Mittagessen singen und erzählen die Kinder diesen Menschen von der Liebe Gottes.
So freudig wie die Begegnung war, genauso traurig mussten wir uns auch am 13. Juli verabschieden und die Heimreise antreten. Doch durch Gottes Liebe sind wir miteinander verbunden und brauchen uns nicht zu trennen!
Schon 20 € pro Monat reichen um ein Kind am leben zu erhalten. Betet auch für diese Kinder und die Arbeit die dort getan wird. Gott möge euch segnen! S. Kurz & D. Goas

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